Sony Alpha 7 IV vs. Sony Alpha 7 V Vergleich – Für wen lohnt sich ein Update
Wenn du gerade zwischen der Sony A7 IV und der Sony Alpha 7 V schwankst, bist du ziemlich sicher in genau der Zielgruppe gelandet, für die Sonys A7-Linie gemacht ist:
Menschen, die Fotografie ernst nehmen, aber nicht zwingend im “Flagship-Preisbereich” landen wollen – und die gleichzeitig Video nicht nur “auch mal” machen, sondern wirklich nutzen.In Technikportalen läuft so ein Vergleich oft nach dem Motto: “neuer = besser, Punkt”. In der Praxis ist es aber spannender:
Die A7 IV ist ein extrem erwachsener Allrounder, während die A7 V viele Dinge verbessert, die man erst dann richtig würdigt, wenn man Action, Menschen, Events oder Video regelmäßig macht – oder wenn dich typische A7-IV-Nervigkeiten wie Rolling-Shutter & Sucher-Blackout schon mal gebissen haben.
Mein Kurzfazit:
Die A7 V ist die “A7, die ich mir immer gewünscht hast”, wenn du mit der Kamera auch mal schnell, unkompliziert und treffsicher arbeiten willst – ohne in die A1/A9-Welt abheben zu müssen.
Der große Punkt ist hier nicht “mehr Megapixel”, sondern mehr Tempo, smarterer AF, bessere Stabilisierung und deutlich bessere Video-Optionen.
Die Sony A7 IV bleibt trotzdem verdammt attraktiv, weil sie (a) in vielen echten Foto-Szenarien schon extrem stark ist und (b) als Body inzwischen ein fast unschlagbares Preis-Leistungs-Fenster bietet.
Wenn du also eher Landschaft, Reise, Portrait machst, selten Serienfeuerwerk brauchst und Video “solide” reicht, ist die A7 IV keineswegs plötzlich alt.
Vergleichstabelle mit den wichtigsten technischen Parameter




Hauptunterschiede der zwischen der Sony Alpha 7 IV und der A7 V
Sensor & Bildqualität: gleicher “Sweet Spot”, andere Charaktere
Auf dem Papier wirken beide Kameras erst mal wie Zwillinge: 33 MP Vollformat. Und ja – wenn du ausschließlich “ruhige” Motive fotografierst (Landschaft, Architektur, Studio, Portrait), bekommst du mit beiden Bodies eine sehr ähnliche Detailbasis.
Der Unterschied steckt im Sensor-Typ:
Die Sony A7 IV setzt auf einen teilweise gestapelten Exmor RS-Sensor – das bringt vor allem Auslesegeschwindigkeit, weniger Rolling Shutter und mehr Performance-Headroom.
Sony spricht bei der A7 V zudem von bis zu 16 Stufen Dynamikumfang in Kombination mit dem neuen Prozessor. Realistisch betrachtet: Entscheidend ist, dass die A7 V die Performance-Verbesserungen liefert, ohne dass du dafür “gefühlt” Bildqualität opfern musst – das ist genau die Sorte Upgrade, die im Alltag Spaß macht.
Autofokus & Motiverkennung: A7 V spielt die KI-Karte spürbar aus
Beide Kameras haben in der Vollformatfläche 759 Phasenpunkte. Der große Unterschied ist, wie sie diese nutzen:
Die A7 V erweitert die Motiverkennung deutlich und kann unter anderem Insekten sowie Fahrzeuge (Auto/Zug/Flugzeug) erkennen.
Und sie bringt Funktionen wie Pre-Capture mit – also “ich drücke, und die Kamera hat den Moment kurz davor schon im Kasten”.
Für Hochzeiten, Reportage, Street oder Kinder/Familie ist das Gold wert: Du hast weniger “Mist, zu spät”-Momente und mehr Treffer, ohne dass du permanent AF-Einstellungen jonglierst.
Genau hier hebt sich die A7 V für mich am stärksten von der A7 IV ab.
Serienbild & Geschwindigkeit: von “Allround” zu “ich kann auch Action”
Die Sony A7 IV ist bei 10 Bildern pro Sekunde (Hi+) am Limit – und das reicht für viele Situationen.
Die A7 V schaltet hier eine neue Ebene frei: 30 B/s mit elektronischem Verschluss (und 10 B/s mechanisch). Dazu kommt ein klar definiertes Buffer-Verhalten (z. B. 185 JPEG Fine L oder 95 RAW in der Spec-Logik).
Übersetzt: Wenn du Sport, Wildlife “light”, schnelle Reportage oder einfach dynamische Momente liebst, fühlt sich die A7 V deutlich “freier” an.
Und ja: 30 B/s sind nicht für jeden Alltag nötig – aber wenn du es einmal sinnvoll einsetzt, willst du es nicht mehr missen.
Verschluss & Rolling Shutter: die unspektakuläre, aber wichtige Verbesserung
Die A7 V erreicht mit elektronischem Verschluss bis zu 1/16000 s und profitiert von der schnelleren Auslesung. Das bedeutet in der Praxis:
weniger Rolling-Shutter-Verzerrungen bei Schwenks, Bewegung oder Kunstlicht-Situationen – und insgesamt ein “saubereres” Gefühl, wenn du mit elektronischem Verschluss arbeitest.
Bildstabilisierung (IBIS): A7 V macht Handheld kreativer
Die Sony A7 IV ist mit 5,5 Stops gut, die A7 V legt deutlich nach: 7,5 Stops in der Mitte und 6,5 Stops in der Peripherie.
Das klingt nach Zahlen – ist aber ein echtes “Fotografen-Upgrade”: mehr Low-Light aus der Hand, mehr Spielraum für kreative Verschlusszeiten und insgesamt ein ruhigeres Bild, besonders bei Video.
Display & Sucher: Sucher gleich stark, Display klar besser
Der Sucher ist bei beiden sehr ähnlich (OLED, 3.686.400 Punkte, bis 120 BpS) – hier gibt’s keinen Grund zu weinen, egal welche du nimmst.
Beim Display gewinnt die A7 V aber deutlich: 3,2 Zoll und 2.095.104 Punkte gegenüber 3,0 Zoll und 1.036.800 Punkten bei der A7 IV.
Gerade beim manuellen Fokussieren, bei feinen Details und bei Video-Setups ist das ein spürbarer Komfortsprung.
Video: hier zieht die A7 V am deutlichsten davon
Wenn Video für dich wichtig ist, ist dieser Punkt fast schon der “Dealbreaker”:
- Die A7 IV bietet 4K60, aber laut Sony nur im Super-35-Modus; 4K24/30 geht in Full Frame.
- Die A7 V macht 4K60 in Full Frame (oversampled aus ~7K) und ergänzt 4K120 (mit Crop).
Heißt konkret: weniger Crop-Stress, sauberere Workflows, mehr kreative Optionen (Slow Motion) und ein moderneres Hybrid-Gefühl.
Für Content Creator, Doku, Eventfilm oder “ich mache Foto und Video gleich ernst” ist die A7 V schlicht die rundere Lösung.
Konnektivität & Nerd-Faktor: A7 V ist die modernere Plattform
Die Sony A7 V bringt Bluetooth 5.3 und Wi-Fi bis inkl. 6 GHz (802.11ax) mit. Dazu kommen laut Spezifikation zwei USB-C-Kompatibilitäten (USB 3.2 und USB 2.0) und Full-Size HDMI.
Das wirkt wie Kleinkram – bis du mit Gimbal, Tethering, Monitoring oder schnellen Transfers arbeitest. Dann willst du genau diese “kleinen” Modernisierungen.
Vorteile der jeweiligen Modelle
Vorteile der Sony Alpha 7 IV (A7 IV)
Warum die A7 IV weiterhin eine sehr kluge Wahl ist:
- Sehr starker 33 MP-Allround-Sensor für Foto in praktisch allen Genres
- 10 B/s reichen für viele echte Anwendungsfälle (Reportage, People, leichte Action)
- Bewährtes Handling, riesiges E-Mount-Ökosystem und sehr viel “Kamera fürs Geld”
- 4K-Optionen mit 10-bit (je nach Setting) – für viele Creator absolut ausreichend
- In der Realität oft attraktiver, weil die A7 IV als etablierter Body preislich häufig “spannend” wird
Vorteile der Sony Alpha 7 IV
Warum die A7 V richtig Sinn macht:
- Deutlich mehr Tempo (30 B/s elektronisch) und smartere Trefferquote in dynamischen Situationen
- KI-gestützte Motiverkennung mit breiterer Motivpalette + Pre-Capture
- Spürbar bessere IBIS für Foto & Video aus der Hand
- Video-Upgrade: 4K60 Full Frame oversampled + 4K120 mit Crop
- Deutlich besseres Display für Kontrolle, Fokus und Review
Hier kannst du die Sony Alpha 7 V u.a. vorbestellen:
- Calumet Photographic – Sony Alpha 7 V Produktseite
- Foto Erhardt – A7 V (ILCE-7M5) Gehäuse
- Foto Leistenschneider – A7 V Touch & Try / Vorbestellung
- Amazon (aktuell noch nicht gelistet)
Fazit & Kaufberatung: Welche solltest du kaufen?
Die Wahrheit ist: Beide Kameras können dich jahrelang glücklich machen. Der Unterschied ist nicht “gut vs schlecht”, sondern welche Art von Fotograf / Filmer du bist.
Die Sony A7 IV ist der ruhige, zuverlässige Alleskönner. Die Sony A7 V ist derselbe Alleskönner – aber mit deutlich mehr “Profi-Reserve” bei allem, was schnell, unberechenbar oder videolastig ist.
Hol dir die Sony A7 V, wenn du …
- oft Menschen in Bewegung fotografierst (Events, Hochzeit, Kids, Street)
- regelmäßig Action oder “schnelle Momente” hast und mehr Treffer willst
- Video ernsthaft nutzt und Full-Frame-4K60 + 4K120 für dich relevant sind
- gerne handheld arbeitest (IBIS!) und das Display als Kontrollzentrum nutzt
- Bock auf Pre-Capture, modernere Konnektivität und die “neuere Plattform” hast
Bleib bei oder kauf die Sony A7 IV, wenn du …
- vor allem Landschaft, Reise, Portrait oder “ruhige Motive” fotografierst
- Serienbild nur selten am Limit brauchst und 10 B/s dir reichen
- Video zwar machst, aber 4K60 Super35 für dich okay ist
- dein Budget lieber in Objektive, Licht, Stativ stecken willst (das bringt oft mehr als ein Body-Sprung)
- eine extrem bewährte, starke Hybridkamera suchst – ohne zwingend das Neueste zu brauchen
Objektivempfehlungen
Kurz und nerdig: Ein Body-Upgrade fühlt sich gut an – aber Objektive sind meist das Upgrade, das du in deinen Bildern sofort siehst.
Deshalb hier meine praxisnahen “Wenn du nur wenige Linsen willst”-Empfehlungen für beide Bodies (E-Mount Vollformat):
Der Allrounder für Reise & Alltag
Sony FE 24–105mm f/4 G OSS oder Sony FE 20–70mm f/4 G
Wenn du ein Objektiv willst, das “immer drauf sein kann”, sind das zwei der entspanntesten Reise-Setups: flexibel, ordentlich scharf, super alltagstauglich.
Für People, Reportage & Available Light
Sony FE 35mm F1.4 GM (Storytelling) + Sony FE 85mm (Portrait-Look)
35 mm ist für mich die Brennweite für “ich bin mitten drin”. 85 mm ist der Klassiker für Portrait und ruhiges Bokeh.
Für Video & Hybrid (ruhiger AF, cleanes Handling)
Sony FE 24–70mm f/2.8 GM oder ein gutes 24–70/28–75 Zoom deiner Wahl
Wenn du Foto und Video gemischt machst, ist ein lichtstarkes Standardzoom einfach der effizienteste Workflow.
Für Landschaft & Astro
Sony FE 14mm f/1.8 GM oder Sony 20mm F1.8 G
Ultraweitwinkel ist nicht für jeden Tag – aber wenn du Landschaft/Astro liebst, ist es ein echter Kreativ-Booster.
Hier kannst du die Sony Alpha 7 V u.a. vorbestellen:
Wenn du noch tiefer rein willst (Zubehör, Alternativen, Objektiv-Listen, Tests), schau hier weiter:
• Sony Alpha 7 V: Release, Specs, Preis – alle News
• Sony Alpha 7 IV Test: Meine Meinung inkl. Bilder + Video
• Sony Alpha 7 IV: Das beste Zubehör inkl. Alternativen
• Sony Alpha 7 III vs. 7 IV Vergleich – Lohnt sich ein Update?
• Beste Sony E-Mount Vollformat Objektive – Portrait, Landschaft, Reise & mehr
• Die besten E-Mount ZOOM-Objektive für Sony Alpha Kameras
• Sony E-Mount Festbrennweiten – der ultimative Guide
Ich bin Andy und hier blogge ich zu verschiedenen Themen rund um die Fotografie mit den Sony Alpha Kameras. Hier findest du nicht die typischen technischen Abhandlungen, sondern meine persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen.
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